Blackyyy's erotische Geschichten

 



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Alles auf eine Karte

Mark schaute kurz auf seine Karten, dann sah er wieder zu Jenara, der Geberin am Black Jack-Tisch des Nobel-Casinos, in dem er seinen Abend verbrachte. Er versuchte verzweifelt sich nicht anmerken zu lassen, wie sehr ihn diese Schönheit faszinierte. Doch ihre Blicke verrieten ihm, dass dieser Versuch nicht von Erfolg gekrönt war.

 

Mark Weller war 38 Jahre alt, schlank und trug sein schulterlanges, braunes Haar zu einem kurzen Pferdeschwanz gebunden. Er legte viel Wert darauf, unangepasst aufzutreten. Das umfasste sowohl sein äußeres Erscheinungsbild, als auch sein gesamtes Wesen. Man sah ihm auf den ersten Blick nicht an, dass er beruflich sehr erfolgreich und schon in jungen Jahren finanziell unabhängig gewesen war. Er liebte es, den Leuten ihre Vorurteile, mit denen er regelmäßig konfrontiert wurde, im Laufe eines Gesprächs um die Ohren zu hauen. Er hatte gern das Heft des Handelns in der Hand und bekam in der Regel alles, was er wollte, notfalls mit Hilfe eines großzügigen Griffes in seine Brieftasche. Denn eines hatte er im Leben schnell gelernt: Ein Scheck mit ausrechend vielen Nullen am Ende öffnete jede Tür.

 

Als er das erste Mal dieses luxuriöse Etablissement besuchen wollte, verweigerte man ihm zunächst den Zutritt aufgrund seiner etwas zu legeren Kleidung. Wie sich jedoch herausstellte gab es die Möglichkeit, sich bei einem hauseigenen, exquisiten Herrenausstatter für besondere Gäste ein passendes, völlig überteuertes Outfit zuzulegen. Die Gelassenheit, mit der er sich einen, zugegeben perfekt sitzenden, Anzug zu einem horrenden Preis leistete, brachte die Dame, die in dem Geschäft arbeitete, ziemlich aus dem Konzept. Doch sein gewinnendes Lächeln und ein kleines Augenzwinkern verhalfen ihm stets zu einem sympathischen Gesamteindruck. Niemand hielt ihn für einen Aufschneider oder einen arroganten, neureichen Schnösel. Er war eher der smarte Typ, der sich souverän in einer Welt bewegte, in die er eigentlich nicht gehörte. Sein gepflegtes Aussehen und seine charmante, aber gleichzeitig verwegene Art, wirkten vor allem auf Frauen fast wie ein Magnet. Mark genoss sein Single-Leben in vollen Zügen, und es bereitete ihm selten Schwierigkeiten, eine Frau für ein amouröses Abenteuer in einem seiner Appartements zu finden.

 

Nach einem anstrengenden Tag suchte er gelegentlich Zerstreuung beim Glücksspiel. Er konnte es sich leisten, und ihm gefiel die Tatsache, dass er den Ausgang des Spiels nicht vorhersehen und nicht beeinflussen konnte. Anders als in seinem sonstigen Leben verspürte er hier so etwas wie Machtlosigkeit, woraus für ihn ein gewisser Nervenkitzel entsprang, auch wenn die Beträge, um die er spielte, für ihn keine nennenswerte Hürde darstellten. Aber die Kugel beim Roulette zu beobachten, die Würfel rollen zu sehen oder den ersten Blick in seine Karten zu werfen, reizte ihn immer wieder aufs Neue. Er hatte die verschiedenen Spiele intensiv studiert, so dass er die unterschiedlichen Strategien und jeweiligen Gewinnchancen in und auswendig kannte. Und doch hing es am Ende nur von einer Variablen ab, ob man gewann oder verlor: dem Zufall!

 

Jenara war ihm sofort bei seinem ersten Besuch aufgefallen. Ihre funkelnden, grünen Augen, die dunkelblonde Mähne und ihre zartbraune Haut zogen Mark sofort in ihren Bann. Wahrscheinlich gab es eine Regel, die es den Angestellten des Casinos untersagte, sich mit Gästen einzulassen. Aber Mark Weller war nicht der Typ Mann, der sich von so etwas abschrecken ließ, und Jenara wirkte irgendwie nicht wie der Typ Frau, dem Regeln viel bedeuteten. Sie versprühte eine Aura von Abenteuer und Leidenschaft, was Mark dazu animierte, sein Glück an diesem Tisch auf die Probe zu stellen. Leider reagierte die rassige Schönheit praktisch gar nicht auf seine Versuche, das Gespräch auf eine persönlichere Ebene zu lenken. Doch das weckte seinen Jagdtrieb nur noch mehr.

 

Ihr Name, ihr Teint und ihr leichter Akzent ließen ihn vermuten, dass sie aus Südamerika, vermutlich aus Brasilien stammte. Jenara war größer als der Durchschnitt, was aber auch an ihren hochhackigen Schuhen liegen konnte, schlank, aber mit den perfektesten Kurven ausgestattet, die sich ein Mann nur erträumen konnte. Das Dekolleté gewährte ihm Einblicke, die unweigerlich die Phantasie anregten und – wahrscheinlich durchaus im Sinne der Casino-Leitung – die Konzentration der Spieler von den Karten ablenkte. Das schlichte, aber edle schwarze Kleid schmiegte sich hauteng um ihre Taille und ihren Po. Diese Frau war schlicht und einfach atemberaubend schön, und es war wenig verwunderlich, dass an keinem anderen Black Jack-Tisch so viele, und beinahe ausschließlich männliche, Gäste saßen. Und an keinem anderen Tisch wanderten so viele Chips auf den Bankstapel, wie an ihrem. Doch sie verstand es, nur mit einem Lächeln und einem herausfordernden Blick die Kunden auch bei längeren Pechsträhnen bei Laune zu halten.

 

Je häufiger Mark das Casino besuchte, desto stärker wuchs das Verlangen in ihm, diese Frau ein einziges Mal zu spüren, sie zu küssen, den betörenden Duft ihrer Haut einzuatmen. In seinen Gedanken berührten seine Lippen ihren Hals, liebkoste er ihre harten Brustwarzen, streichelte sanft über ihren nackten Rücken. Doch egal wie er es anstellte, sie ignorierte jede seiner Bemühungen, ohne ihm jedoch das Gefühl zu vermitteln, dass ihr seine Avancen unangenehm waren. Von Woche zu Woche, von Monat zu Monat, konnte er sich Jenaras Anziehungskraft weniger entziehen. Doch an diesem Abend würde er es riskieren, alles auf eine Karte setzen.

 

Sanft und warm glitt der Whisky aus den entlegensten Winkeln der schottischen Highlands durch Marks Kehle. Sich Mut anzutrinken war eigentlich nicht seine Art, aber er konnte nicht leugnen, dass die Aussicht auf den entscheidenden Moment ihn nervös machte. Den ganzen Abend verbrachte er an Jenaras Tisch, gewann sogar häufiger, als er verlor. Das Glück schien ihm zur Seite zu stehen, definitiv ein gutes Omen. Doch je später es wurde, je leerer der grüne Tisch wurde, desto unruhiger rutschte Mark auf seinem bequemen Ledersessel hin und her. Die hübsche Geberin trug ein perfekt sitzendes, elegantes, schwarzes Kleid, das ihre Vorzüge in jeder Hinsicht betonte. Jenara bemerkte seine Anspannung und schmunzelte amüsiert. Sie war es gewohnt, dass Männer in ihrer Gegenwart ein klein wenig ihrer Selbstsicherheit einbüßten. Obwohl sie sich nicht daran erinnern konnte, dass ausgerechnet Mark, seit geraumer Zeit einer ihrer Stammgäste, sich jemals zuvor so verhalten hatte.

 

„Beunruhigt Sie Ihre phänomenale Glückssträhne?“, fragte sie lächelnd, als der Abend sich dem Ende zuneigte und sie schließlich allein am Tisch waren. „Ich denke, ICH müsste eigentlich eher besorgt sein! Sie haben mich ganz schön geschröpft heute Nacht! Nicht, dass die mich noch feuern, weil ich so oft gegen Sie verliere!“

 

Die Rasse-Frau hatte den Smalltalk eröffnet. ‚Jetzt oder nie!‘, dachte Mark bei sich und beugte sich verschwörerisch vor. „Falls das je geschehen sollte, übernehm‘ ich den Laden einfach und stelle Sie sofort wieder ein!“, antwortete er selbstbewusst und erntete ein herzliches Lachen. Die Tatsache, dass er tatsächlich in der Lage gewesen wäre, das Casino zu kaufen, beeindruckte sie allerdings offensichtlich weniger, als sein fürsorgliches Kompliment. „Aber Sie haben Recht: Ich sollte mich schämen, die Bank so zu plündern, nachdem ich doch schon ihre Whisky-Vorräte dezimiert habe!“ Er versuchte möglichst schuldbewusst zu wirken. Mark glaubte, ein Knistern in der Luft zu spüren, seine Chancen standen nicht schlecht. „Was halten Sie davon, wenn ich Ihnen die Gelegenheit gebe, ihre Vorgesetzten wieder glücklich zu machen?“ Mit diesen Worten schob er den gesamten Stapel seiner Chips nach vorn. Er hatte in den letzten Stunden ein kleines Vermögen vor sich angehäuft, so dass Jenara bei diesem Einsatz kurzfristig die Augen weit aufriss. Doch schon nach zwei Sekunden hatte sie ihre Fassung zurück gewonnen.

 

„Es tut mir leid, Mark, aber dieser Einsatz übersteigt das Limit des Tisches… und zwar deutlich!“, erwiderte sie bedauernd.

 

„Das ist wirklich schade!“, spielte Mark den Betroffenen, „Aber wie wäre es, wenn ich nicht gegen die Bank, sondern gegen SIE spiele?“ Er kostete den Moment der Sprachlosigkeit aus. Mit diesem Angebot hatte er die bezaubernde Schönheit komplett überrumpelt. Die Summe an Chips überstieg vermutlich ihr Jahresgehalt um ein Vielfaches.

 

„Ähhmm… das ist… ähh… leider nicht gestattet!“, stammelte Jenara etwas verdattert, fing sich aber schnell wieder. „Im Übrigen sprengt diese Summe leider mein Budget für diesen Monat!“, versuchte sie die Situation ironisch zu überspielen.

 

„Wir müssten diese Runde ja nicht unbedingt hier im Casino spielen!“, forcierte Mark seinen Plan. „Und was Ihren Einsatz betrifft: Vielleicht finden wir da eine andere Lösung!“ Er spürte, wie sein Herz raste, jetzt, da er seine Karten offen auf den Tisch gelegt hatte. Würde sie auf sein Angebot eingehen oder ihm eine Ohrfeige verpassen? Beides lag für einen Augenblick im Bereich des Möglichen.

 

„Das ist wirklich ein sehr verlockendes Angebot!“, sagte sie mit einem prüfenden Blick zuerst auf Mark, dann auf die Chips vor sich. „Da gibt es nur ein Problem!“ Langsam lehnte sich Jenara vor, vergewisserte sich kurz, dass sich niemand in Hörweite befand, und flüsterte: „Ich steh nicht auf Männer!“

 

Damit hatte Mark überhaupt nicht gerechnet! Alle möglichen Szenarien hatte er in Gedanken durchgespielt, aber dass diese einzigartige Frau lesbisch sein könnte, war ihm nie in den Sinn gekommen. Jenara musste grinsen, als sie ihn so aus dem Konzept gebracht vor sich sitzen sah. Doch Mark wollte nicht so schnell aufgeben. Er grübelte hektisch, was gar nicht so leicht war, da Jenara ihm durch ihr Vorbeugen einen noch tieferen Einblick auf ihre beeindruckende Oberweite gewährte. Wollte sie ihn damit noch mehr reizen? War sie eventuell gar nicht so abgeneigt, wie sie tat? Er suchte nach Hinweisen in ihrem Blick, doch er fand keine. „Ich sehe ein, dass das unter diesen Umständen ein sehr hoher Einsatz Ihrerseits wäre.“ Er machte eine gezielte, nachdenklich wirkende Pause. „Andererseits ist mein Einsatz auch nicht gerade klein!“, ließ Mark nicht locker und unternahm einen weiteren Versuch.

 

Jenara warf einen weiteren Blick auf den Stapel an Chips vor sich. Ihre Vorliebe für Frauen schien nicht völlig unerschütterlich zu sein. „Es enttäuscht mich, dass Sie auch zu den Menschen zählen, die glauben, dass man alles, was man sieht, auch kaufen kann. Aber das hier ist nur Geld!“, sagte sie mit Bestimmtheit. „Es kostet Sie augenscheinlich wenig Überwindung, es zu setzen. Für eine Nacht mit mir müssten Sie schon etwas anderes aufs Spiel setzen, etwas, das Ihnen mehr bedeutet als ein paar Chips!“ Sie lächelte geheimnisvoll, während sie den Ansatz ihrer Brüste noch ein wenig mehr präsentierte...

13.1.15 09:58
 
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